Guter Kaffee ist ein Kunstwerk, eine Projektion von Glück. (Gerhard J. Rekel)
Glück ist kein Schicksal, sondern eine Wahl. Des richtigen Hotels. (Katja Senjor)
       


Die kleine Göttin der Fruchtbarkeit spielt in Hotelzimmern, in einem französischen Schlafzimmer, in Deutschland, in Lissabon, auf einem Friedhof, in Sintra, in einem Andenkenladen, in einer Straßenbahn, in einem Aufzug, in einem Büro, in einer Sauna, in einer Ente, in Wonzimmern, in einem Restaurant, an einer Hafenmole, auf den Stufen einer Kirche, in einem Park, einem Firmengebäude, das aussieht wie ein Schiff - um nur einige zu nennen. Ein paar davon finden Sie auf dieser Seite ...

»Galão war nach ihrem viel zu kurzen Zusammensein in Tante Gitta (Zimmer 314) gerade gegangen. Er hatte Bicas Haar bewundert, gesagt, das durch die zugezogenen Gardinen rot schimmernde Licht verliehe ihm einen rötlichen Schimmer, irrsinnig sexy sähe das aus ... Ach, Galão.«

»Ein letztes Husten, dann ist er still, ihr treuer, alter 2cv (1,60 m hoch; trinkt am liebsten Normalbenzin).«

»Die sonst so freundliche Fassade des Hotels ist grau vom letzten Regen. Und hinter keinem der Fenster steht ihre Mutter. Einfach von den Toten zurückzukehren, das wäre typisch für sie. Immer musste ihre Mutter alles anders machen als die anderen. Ach, Mama.«

»Vom Personalraum duftet ihr Kaffee entgegen. «Ich habe in meinem Leben ganze Seen voll Kaffee getrunken», sagt Der Doktor gerade, «aus meiner Asche wird man einmal einen exzellenten Espresso kochen können.»«

»Zwischen dem Holstentor und dem Schah-Monument träumte, mitten auf einer Wiese, ein gewöhnliches Häuschen vor sich hin: rotes Ziegeldach, zwei Fenster, eine Tür. Es besaß keine Nummer, der Übersichtsplan schwieg sich darüber aus, und selbst der Mann, der den Rasen mähte, konnte mir nichts Genaueres über dieses bescheidene Bauwerk sagen. Wer wohnte darin? Wo in der großen Welt stand sein Vorbild? Warum hatte man dieses Häuschen zu den anderen Bauten gestellt?«

»Nach einem Spaziergang auf der Rua da Boavista nimmt Bicas Kann-Sein-Vater denselben Ascensor zurück in die Oberstadt und steigt in eine der hundert Jahre alten Eléctricos der Linie 28, vorn prangt weiß auf schwarz der Name der Endstation: Prazeres. Der Verfolgte setzt sich und schiebt das Holzfenster auf. Bica lässt sich auf den freien Sitzplatz direkt hinter ihm gleiten.«

»Bica gefallen die Menschen und die Häuser mit ihren verlebten Gesichtern. Die glatten Pflastersteine in allen Schattierungen von Grau, die hellvioletten Glyzinien, Azulejos auf Mauern, auf Hauswänden, Straßenschildern, die Brunnen - all das wächst zusammen zu einem einzigen atmenden Leib.«





(c) Autor / Kindler 2010
(c) Fotos Creative Commons: uitdragerij (Ente); guinn.anya (Bett); Jenny Downing (Espresso); peuplier (Fassade); thelastminute (Bahn); shadowgate (Gasse in Sintra)
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